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Kurioses und Amüsantes aus Dülmen – Ein moderner Nikolaus

Singkreis im Anna-KIndergarten

28.12.2017, (c) Dülmener Zeitung, Claudia Marcy

Dülmen. Rechtzeitig vor Jahresende sind die beiden diesjährigen Hefte der Dülmener Heimatblätter, herausgegeben vom Dülmener Heimatverein, erschienen. Wie die Dülmener Zeitung berichtete, hatten technische Schwierigkeiten für die ungewöhnlich lange Verzögerung gesorgt.

Der Leser hat die Qual der Wahl, mit welchem Heft er die Lektüre beginnen soll. Heft eins lockt mit hellrotem Umschlag und auf Seite drei mit einem Foto der schwarz gekachelten Waschbecken-Nische im Rathaus.

Über das zeitlos schöne Design staunt der heutige Betrachter, wird der Rathausbau aus den 1950er-Jahren doch eher als bieder wahrgenommen. Dabei ist das Gebäude seit 2016 Baudenkmal, weil es „den konservativ-traditionellen Wiederaufbau Westfalens“ dokumentiere. Das schreibt Autor Erik Potthoff in seinem Artikel über den „Torweg durch das Haus des Rates“, von den Dülmenern (Rathaus‑)Scharre genannt. Die gab es bereits im alten Rathaus wie stimmungsvolle Scharz-Weiß-Aufnahmen aus den 1930er-Jahren belegen. Das nach dem Krieg erbaute neue Rathaus hat wie der Vorgängerbau eine Scharre, die Markt‑ und Kirchplatz miteinander verbindet.

An die Eröffnung des Kindergartens St. Anna im Oktober 1964 erinnert sich Autorin Gisela Timpte. Auch wenn die Erzieherinnen damals als „Fräulein“ angeredet wurden und stets eine große weiße Schwesternschürze trugen – was aus heutiger Sicht recht antiquiert anmutet -, war das Erzieherinnenteam dynamisch und voller Ideen. So modernisierte es die traditionelle Nikolausfeier, indem sich ein männlicher Besucher im Beisein der Kinder als Nikolaus verkleidete und dann Geschenke verteilte. Bei den Eltern stieß dieser Ansatz eines „wahrheitsgemäßen Umgangs mit Kindern“ zunächst auf wenig Gegenliebe, die Begeisterung der Kinder jedoch war durch diese Neuerung ungetrübt.

Weiter zurück in die Stadtgeschichte geht Stadtarchivar Dr. Stefan Sudmann, wenn er über den blinden Kaufmannssohn Albert Holthöwer (1896–1944) berichtet, dessen Lebensgeschichte anhand von Akten nachgezeichnet werden kann. Außerdem erinnert Sudmann an Dülmener Wirtschaftskrisen vom 18. bis ins 20. Jahrhundert. Amüsant zu lesen sind die Ausführungen von Max Pfeiffer über Mettwurst‑ und Mistdiebstähle 1838. Die Jahreschronik von 2016, von Horst Legler zusammengestellt, und der Bericht über Stadtinfos digital von Dietmar Rabich widmen sich der Dülmener Gegenwart.

Die Dülmener Heimatblätter sind im örtlichen Buchhandel oder bei Dülmen Marketing erhältlich.

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