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Rückblicke

Mord im Schlosspark

45 Kinder beim Kriminalspiel 2006
Weitere Bilder dazu finden Sie in unserer BildergalerieKriminalspiel 2006“.

31.7.2006, Niklas Vogt

Heimatverein organisiert ausgeklügeltes Kriminalspiel für Jugendliche

Dülmen. Im Rahmen des Dülmener Ferienkalenders hat sich der Heimatverein Gedanken über ein ausgeklügeltes und gut einstudiertes interaktives Kriminalspiel gemacht. Am Samstag, dem 29. 7. 2006, fahndeten 45 Kinder in der Innenstadt nach dem Täter.

Die Tatwaffe: ein Eiszapfen. Der Tatort: der Schlosspark am Altenhilfezentrum. Das Opfer: Prinz Engelbert. Der Täter: Altenpfleger Marc. Das Motiv: Raffgier. Die Tat: genial durchdacht, denn bei den hochsommerlichen Temperaturen blieb nichts von dem Mordinstrument übrig.

Dass dies alles nur ein Kriminalspiel ist und der Heimatverein ganze Arbeit geleistet hat, merkt der Beobachter daran, dass vor dem Tatort am Schlosspark viele Kinder von neun bis 14 Jahren wild auf Fragebögen herumtippen und angeregt diskutieren. „Wir sind die Ersten, hier ist alles ausgefüllt!“ kommt es von weiter hinten, ein Block wird nach vorne zu den Betreuern gereicht.

Eine von ihnen ist die stellvertretende Vorsitzende, Marlies Bertling alias Bardame „Lolita“, ein wichtiger Charakter im verworrenen Katz-und-Maus-Spiel. „Genau 45 Kinder sind es, diebei unserem Kriminalspiel ‚Ein eiskalter Mord‘ in insgesamt fünf Gruppen unterteilt wurden und an verschiedenen Stationen in der Innenstadt nach Indizien suchten, um dem Rätsel auf die Spur zu kommen, ‚wer‘ ‚wen‘ ‚wann‘ und besonders ‚warum‘ ermordet hat.“

Im Rahmen des Dülmener Ferienkalenders hat sich der Heimatverein unter der Leitung von Erik Potthoff Gedanken über ein ausgeklügeltes und gut einstudiertes, interaktives Rollenspiel gemacht. „Zuvor initiierte unser Verein lediglich den Kriminalfall „Becker“ – einen Mord hatten wir noch nie, das ist eine Premiere“, so Marlies Bertling.

Sowohl auf dem Kirchplatz von St. Viktor als auch im Schlosspark und an der Hermann-Leeser-Schule galt es, die Augen offen zu halten, die dortigen kurzen Spielszenen der insgesamt sechs Betreuer konzentriert zu beobachten und nach Hinweisen zu suchen. „Habt Ihr gesehen, was der Altenpfleger da aus Versehen fallen gelassen hat?“ „Einen Eisklumpen…“, wird in einer der Gruppen getuschelt, nachdem die Trauerszene am Schlosspark beendet ist.

Aus den Mosaiksteinen setzt sich am Ende folgende Geschichte zusammen: Der Baron hat mit seiner jüngeren Frau einen Sohn. Als Einzelkind steht ihm nach dem Tode seines Vaters das Erbe zu; Engelbert ist aufgrund dessen ein verwöhnter, gelangweilter Mann geworden. Doch als seine geldgierige Freundin Babsi, die er dem Golflehrer Tim ausgespannt hat, zu spät zu einer Verabredung kommt, findet sie ihren Engelbert nur noch tot auf und gibt sich zunächst alle Schuld. Auch der Gärtner Paul hätte ein Motiv, hat sich doch Engelbert von ihm distanziert, nachdem er ihn bei einem Taschendiebstahl beobachtet hatte. Paul geht in seiner Freizeit, so auch zur besagten Tatzeit, in die Wildpony‑„Bar“, ein Etablissement, in dem die Bardame „Lolita“ arbeitet.

Eine Affäre mit einem Mann ließ sie vor Jahren schwanger werden – dem Mann verheimlichte sie die Geburt ihres Sohnes. Was keiner weiß: der besagte Mann ihrer Affäre ist der Baron. Ihr Sohn Marc, der spätere Altenpfleger, wäre somit ebenfalls erbberechtigt, wenn der Prinz nicht mehr leben würde. So kommt eines zum anderen: Gärtner Paul ist sauer auf Engelbert und lässt sich bei der Bardame darüber aus. Lolita hat einen unehelichen Sohn mit dem Baron und sieht ebenso wie Marc ihre Chance, reich zu werden.

Golflehrer Tim beobachtet, wie Marc einige Eiszapfen an einem Hotel mitten im Winter abbricht und verstaut – die Tatwaffe ist vorhanden, Marc zur Tat bereit.

Eine verworrene Geschichte, bei der versucht wurde, die Kinder auf eine falsche Fährte zu locken. Doch sie überführten den Täter.

Quelle: Dülmener Zeitung

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