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Rückblicke

Erste Höfe um das Jahr 800

Die Radtour führte durch Feld und Flur

25.9.2006, Björn König

Stadtarchivar Dr. Hemann berichtete bei einer Fahrradtour über die Entwicklung von Welte

Dülmen. Es war eine kleine Tour in die Vergangenheit. Die beiden Heimatvereine Welte und Dülmen hatten zu einer Erkundungstour durch Welte eingeladen. Dabei brachte Stadtarchivar Dr. Friedrich-Wilhelm Hemann den Teilnehmern die Geschichte der Bauerschaft und der dortigen Landwirtschaft näher.

Bereits um das Jahr 800 gab es in Welte die ersten Höfe. Elbert, Heimann und Twehus machten den Auftakt. In den Jahrhunderten entwickelte sich die Landwirtschaft in Dülmen immer weiter, bis zum Höhepunkt im 19. und 20. Jahrhundert. Die Prägung der Region durch die Landwirtschaft habe lange und tiefe Wurzeln, erläuterte Dr. Hemann.

Weiter referierte der Stadtarchivar unter anderem über die geschichtliche Entwicklung der dortigen Höfe und die Nutzung der Bodenflächen, die bereits in der Karolingerzeit ihren Urspung gefunden habe. So stellte sich heraus, dass die intensive Nutzung des Bodens für den Ackerbau trotz der niedrigen Bevölkerungszahl im frühen Mittelalter schon bald deutlich angestiegen sei, berichtete Hemann. Dabei dominiere mit 48 Prozent jedoch die Heidefläche. Mittlerweile entwickele sich die Landwirtschaft jedoch in eine andere Richtung. Immer mehr trete in der heutigen Zeit das „Höfesterben“ in den Vordergrund, die Struktur des ländlichen Raums verändere sich wieder. „Es geht darum, die Augen für Siedlungen zu schärfen“, sagte Dr. Hemann.

Die Teilnehmer der von den Heimatvereinen organisierten Tour führte vom Charleville-Mézières-Platz bis zum Hof Wilstacke und zurück. Dabei führte die Strecke durch den Wildpark nach Merfeld, vorbei an Schulze Wermeling und Rüskamp zum Hofe Wilstacke. Die Teilnehmer legten bei der Tour rund 28 Kilometer auf dem Drahtesel zurück.

Mit 1200 Jahren Siedlungsentwicklung in Dülmen beschäftigt sich auch die Neuzeichnung des Urkatasters der Gemeinden Dülmen, Rorup, Limbergen, Buldern und Hiddingsel, das im Stadtarchiv im Keller der Hermann-Leeser-Schule bezogen werden kann.

Quelle: Dülmener Zeitung

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