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Rückblicke

Mammutbaby Dima war Star der Ausstellung

Gruppe vor dem Archäologiemuseum
Weitere Bilder dazu finden Sie in unserer BildergalerieKlima und Mensch 2007“.

10.2.2007, Erik Potthoff

Obwohl das Thema Klimawandel höchst aktuell ist ging es für die Jugendgruppe des Heimatvereins Dülmen e. V. am vergangenen Samstag zunächst zurück in die Vergangenheit. Ziel der Exkursion war das Westfälische Museum für Archäologie in Herne. Dort wurde die Sonderausstellung klima und mensch – leben in eXtremen besucht, die noch bis zum 30. Mai dieses Jahr zu sehen ist. Star der Ausstellung war zweifellos das mumifizierte Mammutbaby Dina, das vor ca. 10.000 Jahren in Sibirien in einem Sumpfgebiet ums Leben kam.
Mit sehr viel Anschauungsmaterial ausgestattet begrüßte der Museumspädagoge Sven Eckhout die Dülmener Gruppe und erläuterte, über die Jahresringe an einer Baumscheibe oder den Bohrkernen des Meeresbodens, dass die Archäologie mit ihren vielen Nebengebieten die Klimaveränderungen der Vergangenheit heute noch exakt ablesen und bestimmen kann.

Die Sonderausstellung beginnt mit den ersten Fußspuren der Menschheit, die Huminiden im abgekühlten australischen Vulkanstaub hinterlassen haben. Vom aufrechten Gang über das Benutzen von Werkzeugen bis hin zur Art des Feuer Machens verlief die Zeitreise für die Ausstellungsbesucher. Dabei durfte die Gruppe einen Faustkeil aus Feuerstein selbst in die Hand nehmen und mit Hilfe von Eisen an einem Feuerstein Funken schlagen. Den benötigten Zunder zum Feuer machen, lieferte ein Baumpilz.

In einem gut ausgeleuchteten Nebenraum konnte sich die Jugendgruppe die Speisetafel der Menschheitsgeschichte vom Frühmenschen über den Neandertaler bis zum heutigen modernen Menschen ansehen. Das Menü eines Neandertalers umfasste z. B. im Hauptgericht eine Wisentkeule frisch aus dem Feuer, wahlweise Rentierlende vom heißen Stein.

Die größten Ausstellungsexponate waren unangefochten die Mammutskelette, wo von das größere in Ahlen gefunden wurde und drei Meter fünfzig hoch sowie fünf Tonnen schwer war. Ein Mammutfell war fünf Zentimeter lang, die Haut des Mammuts zwei und die darunter liegende Fettschicht zehn Zentimeter dick. Um den Teilnehmern die Klimaanpassung des Steppenelefanten zum Mammut anschaulich begreifbar zu machen, wurde das Fell eines Moherschafes herumgereicht. Die Stoßzähne eines Mammuts wurden als „Schneeschieber“ eingesetzt. Das haben Wissenschaftler durch Schleifspuren an der Unterseite der Zähne nachgewiesen. Vor ca. neun Tausend Jahren sind die Mammuts in Sibirien ausgestorben. Das Wort Mammut kommt übrigens aus dem estnischen und bedeutet Erdmaulwurf.

Vor der kleinen Glasvitrine in dem das Mammutbaby Dima liegt, erzählt die Lautsprecherstimme die traurige Geschichte der letzten Lebensstunden des kleinen Mammuts. Da keine Verletzungen an der Mammutmumie zu erkennen sind, gehen die Wissenschaftler davon aus, dass das Muttertier alle wilden Tiere und Vögel im Todeskampf der kleinen Dima verscheucht hat.

Die Zeitreise entlang der Klimakurve führte die Gruppe weiter über die Eisenzeit bis zur Verstädterung und glich zu keiner Zeit einem normalen Museumsbesuch. Die 90ig minütige Führung verging wie im Flug.

Vor der Rückfahrt nach Dülmen mit dem Zug konnte die Jugendgruppe des Heimatvereins Dülmen zusammen fassend sagen: „Einen Blick in die Vergangenheit werfen und einen Ausblick in die Zukunft wagen“, hilft bei der Beurteilung des aktuellen Klimawandels. Der Mensch kann sich dem Klimawandel anpassen. Kann es unsere Umwelt auch?

Bilder zu diesem Beitrag finden Sie in unserer BildergalerieKlima und Mensch 2007“.

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