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Rückblicke

Radtour nach Nottuln

Führung durch Kirche und Ortskern
Weitere Bilder dazu finden Sie in unserer BildergalerieRadtour nach Nottuln 2007“.

23.6.2007, Reinhold Reuver

Dem Wetter trotzend startete am Samstag der Heimatverein Dülmen seine Radtour in Richtung Baumberge, nach Nottuln. Der Weg sollte über Mitwick, Limbergen, Horst nach Nottuln führen und dann „Üöwer de Karthues nao Huus“. Nachdem sich der Regen verhangene Himmel im Laufe der Fahrt lichtete, erfreute man sich über die satten Felder, schwatzte und rätselte über Dies und Das.

Malerisch bot sich Limbergen mit dem Hof des Schulze Limbergen dar. Auf dem benachbarten Hof, zu Nottuln, dem Gemeindeteil „auf der Horst“ zugehörig, wurde die Gruppe sehr gastfreundlich von der Familie Schulze Averbeck und Mitgliedern des Heimatvereins Nottuln empfangen. Von Herrn Schulze Eistrup erfuhren die Teilnehmer in gemütlicher Runde bei herrlichem Ausblick in die Landschaft mehr über die, den Dülmenern weitestgehend unbekannte, Bauerschaft Horst und seine Höfe.

Weiter führte der Weg durch die Parklandschaft, die hier durch den Ausblick in die Baumberge geprägt ist und mit den kleine Wäldern und einzelnen Baumgruppen, den eingestreuten Hausgruppen und den zum Teil beachtlichen Höfen einen fließenden Übergang vom Flachland zu den höheren Baumbergen bildet. Beeindruckt von diesem Landschaftsbild in Nottuln angekommen, unterstrich die Sommersonne die reizvolle Atmosphäre des Kirchplatzes mit der Kirche und den ihn umgebenden zum Teil herrschaftlichen Häusern.

Herr Boer, Vorsitzender des Kreisheimatvereins, erzählte lebendig und kurzweilig über die Entwicklung des Ortes, dessen eigentliche Keimzelle im Stevertal liegt, die mit dem Bau der Kirche und der Einrichtung des schon lange aufgelösten Klosters verlagert wurde. Noch heute ist der Ort durch die ehemalige Bebauung mit der Pfarrkirche, dem ehemaligen Kloster und weiteren Kirchengebäuden aber auch durch die eingreifenden Veränderungen nach einem Brand in der Barockzeit geprägt. Die noch heute hervorstechende Kleinteiligkeit und bestehende Gewohnheitsrechte verhinderten im Kernbereich allerorts übliche „Modernisierungsbestrebungen“ der vergangenen Jahrzehnte. Lediglich dort, wo es große Hofstellen gab, konnten diese Bestrebungen durchgesetzt werden. Im weiteren Verlauf der Stadtführung wurde auch hier deutlich, die allgemeinen Probleme des Strukturwandels machen auch vor diesem äußerlich attraktiven Ort nicht halt. Wie auch die Wetterlage, die dazu drängte, die schützenden Mauern des nahen Cafes aufzusuchen.

Entsprechend gestaltete sich auch die Rückfahrt, die durch den Takt der Schauer und dem Starren auf die dunklen Wolken geprägt war. Dank einer der wenigen noch existierenden Gasthöfe in den Bauerschaften und den schützenden Bushäuschen konnte die Radtour zwar verspätet aber trocken und mit allseitiger Begeisterung und Vorfreude auf die kommenden Ausflüge des Heimatvereins beendet werden.

Bilder zu diesem Beitrag finden Sie in unserer BildergalerieRadtour nach Nottuln 2007“.

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