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Rückblicke

Exkursion zur Glashütte Gernheim


Weitere Bilder dazu finden Sie in unserer BildergalerieGlashütte Gernheim 2007“.

22.8.2007, Reinhold Reuver

Am Samstag morgen, dem 18. 8. 2007 setzte sich ein bequemer Reisebus in Richtung des nördlichsten Zipfels Westfalens, nach Petershagen im Landkreis Minden-Lübbeke in Bewegung. Die Mitreisenden waren gespannt auf die, vom Heimatverein Dülmen e. V., veranstaltete Exkursion zur Glashütte Gernheim.

Hier, direkt an der Weser gelegen, erwartete die Teilnehmer ein Fabrikort, an dem zwischen 1812–1877 Glas produziert wurde. Dessen Wahrzeichen, der kegelförmige Glashüttenturm, von weitem sichtbar, den Kern einer Anlage mit Fabrikantenvilla, Korbflechterei und Schulgebäude und den Arbeiterhäusern bildet, dessen dörflicher Charakter die Besucher noch heute bewundern.

Faszinierend stellt sich vor allem das Innere des Glashüttenturms dar. Ein großer Raum, als gemauertes Backsteingewölbe, mit einer großen korbbogenartigen Öffung in der Seitenwand und einer kreisrunden oberen Öffnung, in dessen Mitte der Schmelzofen steht. Heute stehen hier Glasbläser auf einer Holzempore und formen vor dem staunenden Puklikum die unterschiedlichsten Gefäße und sonstige Dinge, aus dem glühenden Rohglas.

Ausnahmsweise wurde der Dülmener Gruppe ein Blick in die sonst nicht zugängliche Fabrikantenvilla mit dem herschaftlichen Garten gewährt, die grundsätzlich so restauriert ist, daß in Teilbereichen frühere Wandbemalungen und Tapeten freigelegt sind und einen Einblick in die früheren Epochen der Wandgestaltung und Wandkonstruktion geben.

Dagegen stellen sich die Arbeiterhäuser mehr als bescheiden dar. Sie boten auf engem Raum bis zu 12 Personen und dazu noch dem Kleinvieh Platz. Ein fensterloser Raum, die Dunkelkammer, ermöglichte es den Glasmachern auch am Tag zu schlafen. Mit dem kleinen Garten konnte aber ein Teil der Versorgung der Familien sichergestellt werden.

Beeindruckt vom Leben und Arbeiten der Glasmacher in einem Umfeld, das ausschließlich vom Takt der Glasherstellung bestimmt wurde, geht die Fahrt durch eine Landschaft, die durch Baggerseen und Felder mit eingestreuten Gehöften und Dörfern geprägt ist. An einer Anhöhe inmitten von Feldern, die Großheeser Mühle, eine Windmühle, die mit ihrem Cafe Speise und Trank verspricht.

Hier lassen die Dülmener es sich auch nicht entgehen, die mit einem Erdwall umgebene Holländer Mühle mit „Stert“, zu besichtigen und sich einen Einblick in eine der 41 Mühlen des Mühlenkreises Minden-Lübbeke geben zu lassen, bevor sich der Reisebus in Richtung Dülmen in Bewegung setzt.

Bilder zu diesem Beitrag finden Sie in unserer BildergalerieGlashütte Gernheim 2007“.

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