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Rückblicke

„Wenig Interesse am Erhalt“

Mitgliederversammlung 2009
Weitere Bilder dazu finden Sie in unserer BildergalerieMitgliederversammlung 2009“.

17.5.2009, (c) Dülmener Zeitung: Patrick Hülsheger

Heimatverein findet deutliche Worte zum Umgang mit alten Gebäuden in Dülmen
Dülmen. Viel getan und viel zu tun hat der Heimatverein Dülmen. Denn auf der Generalversammlung im St.-Barbara-Haus wurde den Mitgliedern ein gefüllter Terminkalender präsentiert. Neben einem Blick auf das Stadtmodell gab es auch deutliche Worte zur Denkmalpflege in Dülmen.
Heribert Windau, Leiter der Fachgruppe Denkmalpflege, berichtete nicht nur von den Besichtigungen, sondern auch vom Schriftverkehr mit der Stadt. Im Oktober 2007 hatte der Heimatverein mehrere Objekte im Stadtgebiet mitgeteilt, die mit Blick auf den Denkmalschutz geprüft werden sollten. Zu diesen Objekten zählten neben dem alten Gymnasium auch Gebäude an der Hohen Straße, der Borkener Straße und der Eisenbahnstraße (heute Gaststätte Zum alten Bahnhof) sowie das Fachwerkhaus am Burgplatz. „Wir können nur diese Empfehlungen aussprechen,“ so Windau.
Das Dankschreiben von Bürgermeister Jan Dirk Püttmann ließ nur wenige Tage auf sich warten, die Antwort der Stadt als untere Denkmalbehörde kam erst im Februar dieses Jahres. Bis auf das alte Gymnasium seien die Gebäude nicht denkmalwürdig, so die Antwort der Stadt. „Ich habe das Gefühl, dass die Stadt wenig Interesse am Erhalt solcher Gebäude hat“, so Windau. Auch aus der Versammlung kamen deutliche Worte. Es sei eine Schande, wie die Stadt mit alten Gebäuden umgehe. „Wenn das so weiter geht, brauchen wir bald keine Fachgruppe Denkmalpflege mehr“, so ein Versammlungsteilnehmer.
Vorsitzender Erik Potthoff unterstrich, dass sich der Verein für die Denkmäler einsetzen und seine Interessen vertreten werde, dabei aber keine Parteipolitik machen wird. „Es braucht aber auch sehr viel Einsatz und Kraft als Verein, Konzepte zu entwickeln und Sponsoren zu finden, um solche Häuser zu erhalten“, so Potthoff.
Sehr positiv fiel der Rückblick der anderen Fachgruppen aus. Ludger Hillermann berichtete, dass die Fachgruppe Emmerick jährlich rund 2000 Personen zu Führungen zum Thema Emmerick begrüßen kann. Weiter betonte Hillermann, das der Arbeitskreis Emmerick nichts mit dem Abbruch und der neuen Nutzung des Emmerickhauses zu tun habe. Ebenfalls guten Zulauf finden die plattdeutschen Abende, zu denen zwischen 20 und 25 Personen kommen.
Potthoff blickte auf die weiteren Aktivitäten des Vereins zurück. Die nächste Ausgabe der Dülmener Heimatblätter soll noch vor den Sommerferien erscheinen. Die Mitgliederzahl ging um acht auf 411 Mitglieder zurück.
Nach den Berichten von Kassierer Otto Heidemann und Kassenprüfer Herbert Möllers (auf Platt) wurde der Vorstand einstimmig entlastet. Nach der Vorstellung des Haushaltsplanes für 2009, der einstimmig angenommen wurde, blickte Potthoff auf die anstehenden Aktionen.
Nach dem offiziellen Teil stellte Potthoff das neue Stadtmodell und dessen Entstehung vor. Anhand von Fotos aus der Werkstatt der Modellbauer zeigte Potthoff die Entstehung des Modells.
„Bereits als wir die ersten Gebäude gesehen haben, waren wir total begeistert“, lobte Potthoff die Arbeit der Modellbauer.
Mit gelben „Denkzetteln“ habe man den Modellbauern gezeigt, an welchen Stellen noch noch etwas fehlt oder geändert werden musste. Am Tag, als das Modell nach Dülmen kam, wurde die Vorstandssitzung spontan verlegt und das neue Modell gleich begutachtet und diskutiert, ob alles stimmte. Anhand von alten Postkarten zeigte Potthoff wie detailgetreu das Modell ist.

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