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Rückblicke

Radtour nach Olfen

Radfahrgruppe Olfen
Weitere Bilder dazu finden Sie in unserer BildergalerieRadtour nach Olfen 2009“.

24.6.2009, Erik Potthoff

„Wenn man mit dem Heimatverein Dülmen eine Radtour unternimmt, ist man in guter Hand.“ Das bescheinigten zahlreiche Teilnehmer der Fahrradtour vom vergangenem Samstag nach Olfen dem Schriftführer Reinhold Reuver, der die Strecke ausgearbeitet hatte, und dem Vorsitzenden Erik Potthoff. Selbst ein geplatzter Fahrradschlauch einer Mitfahrerin wurde kurzerhand mit vereinten Kräften durch ein neues Exemplar ausgetauscht, so dass die Reise nach einer kleinen „Zwangspause“ fortgesetzt werden konnte.

Über Stock und Stein, durch Sand‑ und über Graswege führte die Pättkestour entlang der historischen Route von Dülmen nach Olfen. Vom Charleville-Meziérès-Platz aus ging es durch zeizvolle Landschaften entlang des Olfener Weges durch die Bauerschaften Dernekamp, Ondrup, Leversum, Emkum, Reckelsum bis zur Füchtelner Mühle in Kökelsum bei Olfen. Um Olfen herum durch Alleen und über Wirtschaftswege wurde die Dülmener Gruppe bis zum Brückenbauwerk der „Altenfahrt“ des Dormund-Ems-Kanals über die Lippe geführt.

Dort erwartete ein Vertreter des Wasser-und Schiffahrtsamt Rheine die Pedalritter, um ihnen etwas von der Vergangenheit der künstlichen Wasserstraße bis zur aktuellen Ausbauplanung zu erzählen.

Die Bestrebungen, einen Kanal vom Münsterland zur Nordsee zu bauen sind wesentlich älter als der Dortmund-Ems-Kanal. Der münstersche Bischof Clemens-August beschäftigte sich schon früh mit dem Gedanken einer Kanalverbindung zum niederländischen Wasserstraßennetz. 1731 wurde tatsächlich die Fahrt auf dem Clemens-August-Kanal von Münster nach Wellbergen in Richtung Niederlande aufgenommen. Das ehgeizige Projekt mit einer Wasserspiegelbreite von lediglich 18 m verlief jedoch buchstäblich im Sande, denn im sandigen Untergrund versickerte das Wasser häufig. Wegen akuten Wassermangels musste die Schifffahrt schließlich 1840 vollkommen eingestellt werden. 1890 begannen die Bauarbeiten für den Dortmund-Ems-Kanal. Zunächst für die Strecke Dortmund-Henrichenburg-Olfen-Lüdinghausen-Münster-Ems (Seitenkanal und Flussregulierung) bis Emden. Nach recht kurzer Bauzeit erfolgte die Eröffnung des 270 km langen Kanals bereits 1899. Die Fahrrinne hatte eine Tiefe von 2,5 m, die Wasserspiegelbreite betrug 30 m. In den 1930er Jahren wurde der Kanal zu klein und seine Kapazität durch Ausbau erhöht. Dazu mussten zum Teil neue Kanalführungen angelegt werden. Die Altarme zwischen Lüdinghausen und Senden sowie um Olfen blieben zum Teil erhalten. Derzeit erfährt der Dortmund-Ems-Kanal einen erneuten Ausbau mit einer Tiefe von dann 4,5 m und einer Wasserspiegelbreite von 43 m. Damit kann die Wasserstraße von modernen Schubverbänden befahren werden. Im Vergleich zur Ladekapazität eines Schiffes auf dem Dortmund-Ems-Kanal müssten bis zu 70 Lastkraftwagen die gleiche Frachtmenge transportieren. Auch so erfüllt der Kanal seinen ökologischen Beitrag.

Nach einer Kaffeepause im urig mit alten Möbeln eingerichteten Kaffee Klatsch in Olfen machten sich die Ausflügler nach einem Abstecher in den Steverwiesen, wo ein Storchenpaar gerade dabei ist, den Nachwuchs aufzuziehen, zurück auf den Heimweg nach Dülmen.

Bilder zu diesem Beitrag finden Sie in unserer BildergalerieRadtour nach Olfen 2009“.

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