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Rückblicke

Exkursion nach Kalkriese – 2000 Jahre Varus-Schlacht

Führung im Museum Kalkriese
Weitere Bilder dazu finden Sie in unserer BildergalerieKalkriese 2009“.

21.8.2009, Erik Potthoff

Seit dem der britische Major Tony Clunn 1987 am Fuße des Wiehengebirges die ersten Fundstücke eines antiken Kampfplatzes im Osnabrücker Land aus dem Boden barg, entwickelte sich der Ort Kalkriese zu einer Grabungsstätte an der die Archäologen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit den Ort der Varusschlacht vermuten.

Am 15. 8. 2009 machte sich auf Initiative des Heimatvereins Dülmen e. V. eine 40köpfige Besuchergruppe aus Dülmen auf den Weg nach Kalkriese, wo sich das Museumsgebäude und die Themenpavillons ganz in verrostetem Stahl präsentieren.
Das Baumaterial wurde aus dem Grund gewählt, da die geborgenen Fundstücke sich oft nur nach 2000 Jahren als rostige Eisenklumpen präsentieren und erst in mühevoller Restaurationsarbeit für wissenschaftliche Untersuchungen oder Ausstellungszwecke wieder hergestellt werden müssen.

Lediglich 13 % der Gesamtfläche wurde bislang archäologisch untersucht. Dabei fanden die Wissenschaftler mehrere Tausend Objekte, darunter etwa 4.000 Militaria und 1.700 römische Fundmünzen, von denen lediglich ein kleiner aber sehr eindrucksvoller Teil im Museum ausgestellt wird. Ob es sich tatsächlich bei diesem römischen Schlachtfeld um die im September des Jahres 9 n. Chr. stattgefundene Varus-Schlacht handelt bleibt bei den Führungen offen, aber Vieles spricht dafür.
Zu einen der eindruckvollsten Schätzen gehört eine eiserne Gesichtsmaske eines ranghohen Legionärs, der vermutlich dort in Kalkriese sein Leben ließ.
In der Mehrzahl werden von den Wissenschaftlern vor Ort nur allerkleinste Teile gefunden, da die siegreichen Germanen das Schlachtfeld nach der Schlacht systematisch geplündert haben.

Vor der Führung durch die Sonderaustellung anlässlich des diesjährigen Jubiläums – 2000 Jahre Varus-Schlacht – schauten sich die Dülmener Besucher am Mittellandkanal um oder spazierten bei herrlichem Sonnenschein durch den archäologischen Park.

In der Sonderausstellung „Konflikt“, die sich in drei Zonen gliedert, geht es um die Rolle, Ursachen und Konsequenzen von Kriegen und Konflikten in der germanischen Welt. Eindrucksvolle Exponate zeigen den Besuchern sehr anschaulich, mit welcher Brutalität und Rohheit die germanischen Volksstämme zu jener Zeit Konflikte ausgetragen haben. Oft nur um Beute zu machen.

Tief beeindruckt von dieser sehr informativen und anregenden Exkursion traten die Dülmener die Heimreise an.

Bilder zu diesem Beitrag finden Sie in unserer BildergalerieKalkriese 2009“.

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