Heimatverein Dülmen e. V.

Die Vereinsseite.

Heimatverein Dülmen e. V. | Verein | Vereinsleben | Dies und Das | Kontakt

Aktuelles | Terminkalender | Rückblicke | Bildergalerie | Artikelsammlung

Rückblicke

Besuch in der Hansestadt Soest

Ausflügler in Soest
Weitere Bilder dazu finden Sie in unserer BildergalerieSoest 2009“.

23.9.2009, Karola Duffner

Am 19. September 2009 führte die Herbstexkursion des Heimatvereins Dülmen e. V. nach Soest. Im Grünsandsteinmuseum erfuhren die Teilnehmer zunächst Näheres über die Entstehung und Bearbeitung des weichen Steines und seine vielseitige Verwendungsmöglichkeit. Selbst im Bundeskanzleramt in Berlin findet man ihn wieder. Das Modell einer Dombaustelle stellte anschaulich dar, wie im Mittelalter gotische Kirchen erbaut wurden – ohne die heutigen technischen Möglichkeiten eine Meisterleistung.

Nach dem Museumsbesuch führte der Weg in die Altstadt mit ihren vielen historischen Gebäuden und zahlreichen Wasserläufen. Die Wiesenkirche mit ihren hohen und doch leicht wirkenden Pfeilern und bunten Fenstern beeindruckte alle Teilnehmer, und auch das „westfälische Abendmahl“, das bekannteste Fenster der Kirche, wurde bewundert. Statt Brot und Wein liegen Schwarzbrot und ein Schweinskopf auf den Tellern, zu trinken gibt es Bier und Schnaps. Wandernde Handwerksgesellen, die früher behaupteten, in Soest gewesen zu sein, mussten dieses Fenster kennen – bei falscher Beschreibung wurde ihnen nicht geglaubt, dass sie in Soest gearbeitet hatten.
Die Mittagspause nutzten die Besucher, um sich zu stärken, die Gemäldesammlung in Wilhelm-Morgener-Haus anzuschauen oder auch zur weitestgehend erhaltenen Stadtmauer zu spazieren.

Am Nachmittag trafen sich alle erneut mit den beiden Stadtführerrinnen, Das bronzene Stadtmodell vor dem mittelalterlichen Rathhaus ließ gut die Entwicklung der Stadt von einer kleinen Kirche im 8.Jahrhundert bis heute erkennen. Soest war eine mittelalterliche Pfalz der Erzbischöfe von Köln, die regelmäßig zu Besuch kamen. Ihren Reichtum verdankte die bedeutende Hansestadt dem Salzhandel. Aber auch das geltende Recht ist im Mittelalter schriftlich festgehalten worden – mangels Papier auf einer Kuhhaut. Wegen der vielen Regelungen ging es allerdings nicht auf eine Kuhhaut. Eine mittelalterliche Strafe bei kleineren Vergehen war in Soest das „Wippen“, bei dem der Deliquent mittels einer Wippe in den großen Teich geworfen wurde. Diesen Brauch haben die Soester wieder aufgenommen, und so wurde auch der Bürgermeister bestraft, weil der den Rathausschlüssel verkehrt herum benutzen wollte. Als Strafe konnte auch ein Ohrring aus dem Ohrläppchen gerissen werden, so dass der Übeltäter fortan als „Schlitzohr“ galt. Hinweise der Stadtführerinnen auf die Soester Allerheiligenkirmes, den wunderschönen Weihnachtsmarkt in der Adventszeit und die große Weihnachtkrippe im romanischen Patroklidom laden ein, Soest wieder zu besuchen.

Als am späten Nachmittag Dülmen wieder erreicht wurde, waren sich alle Mitfahrer einig, dass sich der Ausflug nach Soest gelohnt hatte.

Bilder zu diesem Beitrag finden Sie in unserer BildergalerieSoest 2009“.

Zurück zur Übersicht.

Copyright © Heimatverein Dülmen e. V.. Alle Rechte vorbehalten.

Die Verwendung der Beiträge ist nur zum persönlichen Bedarf gestattet.