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Rückblicke

„Ich fand cool, dass ich was mitnehmen konnte“

Jugendexkursion Zollern 2013
Weitere Bilder dazu finden Sie in unserer BildergalerieLehrlinge auf Zollern 2013“.

31.8.2013, Erik Potthoff

Mit dem Thementag, „als Opa Lehrling auf Zollern war“, traf der Heimatverein Dülmen am Samstag, dem 31. August 2013, bei den 22 Jungen und Mädchen im Alter von 8 bis 13 Jahren im wahrsten Sinne des Wortes mitten ins Schwarze. Das „Schloss der Arbeit“, wie das damalige Prestigeobjekt der Gelsenkirchener Bergwerks AG auch liebevoll genannt wird, war diesjähriges Ziel einer Jugendexkursion im Rahmen des Dülmener Ferienkalenders.
Auf die Frage, in welcher Familie denn die eigenen Verwandten früher in einer Schachtanlage gearbeitet hätten, gingen bei sechs der kleinen Exkursionsteilnehmer die Finger nach oben und auf Mika traf das Motto sogar fast zu, da sein Opa früher auf einer Zeche beschäftigt war und vermutlich als Bergwerkslehrling mal klein anfing.
Die Führung im heutigen westfälischen Industriemuseum im Westen Dortmunds stand ganz im Zeichen der Erkundung der Arbeitswelt eines Bergmanns. Nach der Prüfung der Lehrlingstauglichkeit über Mindestgewicht und –größe ging es in die Waschkaue, wo jeder „Lehrling“ mit Grubenhemd und Helm eingekleidet wurde. Im oberirdisch nachgebauten Stollen mussten die angehenden Bergleute in der Dunkelheit einen Bergekasten verlegen. Dafür wurden alle Kinder zuvor mit Kopflampen ausgerüstet. Das leichte Quiz, in dem gegenseitig gegebene Glockensignale, mit denen früher die Förderkörbe angefordert wurden, zu erraten waren, führte bei den in zwei Gruppen aufgeteilten Kindern zu einem gerechten Unentschieden. Am Sortierband schließlich forderte LWL-Mitarbeiterin Christine die gesamte „Schicht“ auf, Kohle und Berge voneinander zu trennen.
Den in der Kinderwerkstatt selbst hergestellten Fossilienabdruck aus Gips und ein kleines Stück Kohle erhielt jedes Kind als Erinnerung. Zuvor wurden alle Teilnehmer in einem Ritual noch zu Knappen geschlagen. Mit gesenktem Kopf wurde jedem „Lehrling“ die Kohlenschaufel vor das Gesäß gehalten und mit dem Schlegel ein symbolischer Schlag gegen die Schaufel versetzt.
Am Ende des Tages zog Hannes für sich den Schluss: „Dass wir uns wie echte Bergleute anziehen konnten und so richtig im Stollen gearbeitet haben, hat mir am besten gefallen.“ Neele hingegen fand es cool, dass alle was mitnehmen konnten. Mit leicht geschwärzten Gesichtern vom Kohlestaub der Arbeit ging es mit dem Bus zurück nach Dülmen, wo bereits einige Eltern ihre frisch zu Knappen geschlagenen Sprösslinge wieder in Empfang nahmen.
Die Jugendgruppe des Heimatvereins zog aus dieser erfolgreichen Exkursion für sich den Schluss, dass es im kommenden Jahr im Ferienkalender eine Wiederholung mit neuem Ziel geben wird.

Bilder zu diesem Beitrag finden Sie in unserer BildergalerieLehrlinge auf Zollern 2013“.

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