Heimatverein Dülmen e. V.

Die Vereinsseite.

Heimatverein Dülmen e. V. | Verein | Vereinsleben | Dies und Das | Kontakt

Aktuelles | Terminkalender | Rückblicke | Bildergalerie | Artikelsammlung

Rückblicke

Mit dem Rad zum Puppenmuseum nach Coesfeld

Besuch des Puppenmuseums

5.5.2014, Erik Potthoff

Eine kleine Radfahrgruppe machte sich am Samstag, dem 3. Mai 2014, bei sonnigem Wetter und frischer Brise auf nach Coesfeld. Geladen hatte der Heimatverein zu einer Pättkestour in die Nachbarstadt. Auf dem Programm stand eine Besichtigung des Puppen‑ und Spielzeugmuseums in der Walkenbrückenstraße. Marlene Langenhanenberg vom Förderverein des Puppen‑ und Spielzeugmuseums erläuterte den großen Bestand an historischen Puppen, Puppenhäusern und Kinderspielzeug.
Die ältesten Puppen stammen aus England und wurden im Jahr 1810 aus Wachs gefertigt. Diese Kostbarkeiten konnten sich auch zur damaligen Zeit nur die wohlhabenderen Familien leisten. Kinder aus ärmeren Schichten hatten aufgrund ihrer frühen Mithilfe bei der Arbeit meist keine Zeit zum Spielen. Wenn sie spielen konnten, dann nur mit selbstgefertigten Männchen aus Tannenzapfen und Kastanien. Erst mit der Industriealisierung und der kostengünstigen Massenfertigung von Spielzeug nahm auch deren Konsum zu. Bereits 1896 wurde in Deutschland die erste Puppe aus Zelluloid von der Firma Schildkröt hergestellt. Zu den bekanntesten Puppenmodellen gehören ohne Frage Bärbel, Inge, Erika, Christel sowie Hans.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts veränderte Käthe Kruse mit ihren speziellen Puppen die Herangehensweise an dieses Kinderspielzeug. Ihre Erzeugnisse waren keine kleinen Erwachsenen, die dem Kind ein Vorbild sein sollten, sondern sie waren Ebenbild des Kindes. So konnten sie dem Kind ein gleichwertiger Freund, ein Begleiter und Kamerad sein. Käthe Kruses Puppen begeisterten die Erwachsenen, weil sie so kindlich aussahen und elterliche Fürsorgegefühle weckten.
Im Puppenmuseum in Coesfeld sind unter anderem die Erfolgsmodelle Friedebald und Ilsebill aus dem Jahr 1929 zu bewundern.
In einer Sonderausstellung konnten die Dülmener Besucher eine Sammlung ausgesuchter Automobil-Modelle bewundern. Die Modelle im Maßstab 1 : 18 zeigen Auto-Typen von Beginn der 1940er-Jahre bis in die Zeit des Wirtschaftswunders. Darunter so bekannte Namen wie das Dreirad-Tempo, der Messerschmitt Kabinenroller, die BMW Isetta, der Borgward Isabella oder der Volkswagen mit dem berühmten „Brezelfenster“.

Ein insgesamt lohnswerter Besuch, war das Fazit, dass die Radfahrgruppe zog. Ein Kaffeebesuch rundete den Ausflug in die Kreisstadt ab, bevor die Rückfahrt nach Dülmen angetreten wurde.

Zurück zur Übersicht.

Copyright © Heimatverein Dülmen e. V.. Alle Rechte vorbehalten.

Die Verwendung der Beiträge ist nur zum persönlichen Bedarf gestattet.