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Rückblicke

Mit Zollstock, Kelle und Pinsel ins Grabungscamp

Jugendexkursion Herne 2014

10.8.2014, Erik Potthoff

Wie echte Archäologen gingen am vergangenem Samstag 20 Jungen und Mädchen im Alter von 8 bis 13 Jahren auf die Ausgrabungsstelle in der Innenstadt von Herne. Die im Rahmen des Dülmener Ferienkalenders vom Heimatverein Dülmen angebotene Jugendexkursion führte zum Archäologiemuseum nach Herne. Der Thementag stand unter dem Motto „weck' den Archäologen in Dir!“. Auf dem Außengelände des Museums war ein ganzes Grabungscamp angelegt worden. Mit Zollstock, Kelle und Pinsel bewaffnet und durch leuchtend gelbe Westen gekennzeichnet unterstützten die jungen Exkursionsteilnehmer das Grabungsteam, welches bereits unterschiedliche Schnitte an der Ausgrabungsstätte angelegt und mit einem Planendach gegen Witterungseinflüsse abgesichert hatte.
Auf der sehr realitätsnah inszenierten Grabungslandschaft wurde zunächst den kleinen Grabungshelfern die einzelnen Elemente einer Ausgrabung erläutert. Jede Ebene in dem terassenartig angelegten Gelände barg Funde unterschiedlicher Zeitabschnitte, von der Neuzeit bis zur Steinzeit. Die vom Archäologiemuseum gestellte Grabungsleitung erläuterte den Teams, wie eine wissenschaftliche Ausgrabung so abläuft. Beginnend mit dem vorsichtigen Freilegen der Funde, über das maßstabgerechte Zeichnen und Dokumentieren bis hin zum Bestimmen und Datieren der gefundenen Objekte wurden die Exkursionsteilnehmer fachkundig begleitet. So konnte jede Gruppe für ihren Grabungsschnitt einer Tagesbericht anfertigen, mit Mitarbeitern der Grabung, den Entdeckungen und der Dokumentation besonderer Funde.
Wenn eine gefundene Scherbe nicht eindeutig einer Vase, einem Becher oder einer Schüssel zugeordnet werden konnte, so erläuterte die Grabungsleiterin den Kindern, dass die Wissenschaftler dann zunächst von einem Gefäß aus Keramik.
In der Dauerausstellung des Museums konnten die Grabungshelfer dann exemplarisch die Gegenstände näher betrachten, die exemplarisch in Nordrhein-Westfalen bei Ausgrabungen gefunden wurden. Die Ausstellung gliederte sich chronologisch vom Auftreten des ersten Menschens angefangen bis in die heutige Zeit. Besonders beeindruckte ein Raum in dem sehr viele Lanzen aufgestellt waren und eine Klanginstallation Szenen der Christianisierung des westfälisch-lippischen Raumes um das Jahr 800 wiedergab.
Um die 20 Forscher nicht mit überlangem Museumsbesuch zu überfordern, standen zum Ausgleich der Besuch eines nahe gelegenen Spielplatzes und das Angebot von Gruppenspielen im Park auf dem Programm.
Viele der Kinder wollten bei der Rückfahrt mit dem Bus nach Dülmen bereits wissen, was die Jugendgruppe des Dülmener Heimatvereins denn für den Ferienkalender 2015 geplant hätte. Daraus zogen die Betreuer, dass der diesjährige Ausflug den Jugendlichen gut gefiel.

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