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Rückblicke

Königsgrab im Dernekamp

Zeitungsberichte zum Vorleseabend

23.10.2015, (c) Dülmener Zeitung, Louis Rauert

Heimatverein präsentierte Dülmener Sagen in der Alten Sparkasse

„Im Dernekamp lag einst eine Heidefläche von etwa drei bis vier Morgen, gezeichnet durch eine Vielzahl an Hügeln. Den heidnischen Sachsen diente dieser Ort als Begräbnisstätte. Starb jemand, so kam die gesamte Sippe zusammen, verbrannte die Leiche zu Asche und begrub diese im Tontopf unter einem der vielen Erdhaufen.
Unter dem höchsten Hügel lag König Oldemar, der nachts in Richtung des Findlings Koppelsteen wanderte, um sich dort mit Königstochter Goldtrudis zu treffen. Bis ihr Königshaus zum Christentum bekehrt wurde. Das machte den Heiden so wütend, dass er die Königstochter entführte – allerdings mit bösen Folgen: Scheinbar hatte Gott Goldtrudis Gebete erhört, den Reiter samt Pferd traf ein Blitz. Und die junge Dame? Zog nach Nottuln, um die Kranken zu pflegen.“

«Einige Schlüssellochgräber sind an der Barbara-Kaserne sogar noch erkennbar», fiel Erik Potthoff zu Dr. Stefan Sudmanns Vortrag über die ‚Sage von König Oldemar‘ ein. Auch der Findling sei an der nach ihm benannten Gaststätte zu sehen.

Wie Potthoff und Sudmann leisteten auch Gerda Küper, Lara Niewerth und Marlies Bertling ihren Beitrag zum Abend mit Dülmener Geschichten, den der Heimatverein in der Alten Sparkasse ausgerichtet hatte. Für musikalische Atempausen sorgten Jutta Buhrmester (Saxophon und Querflöte) und Marinus Schmidt (Klavier).

Als Verfasser wurde meist Max von Spießen genannt – seine Sagen könne man im Buch „Tante Kläres Raritäten“, aber auch in den Dülmener Heimatblättern und in der von Albert Weskamp herausgegebenen „Geschichte der Stadt Dülmen“ finden. So schrieb von Spießen eine eigene Version des Todes Hermann von Keppels, dessen Vater, Ritter Gerhard von Keppel, daraufhin voll Trauer die Burg Weddern an den Karthäuserorden stiftete. Die heutige Marienburg.

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