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Rückblicke

Mitgliederversammlung 2016

Mitgliederversammlung 2016

13.5.2016, Erik Potthoff

Das Motiv der Glocke wurde bei der Mitgliederversammlung des Heimatvereins Dülmen immer wieder aufgegriffen. So läutete der Vorsitzende, Erik Potthoff, den Abend mit einer alten dumpf klingenden Schulglocke ein und begrüßte die zahlreich erschienenen Mitglieder sowie Gäste.

Das gegenüber den Vorjahren gestiegene Interesse an der Jahresversammlung des Vereins führte Potthoff dann auch auf den Vortrag von Dr. Jentgens über die Ergebnisse der jüngsten archäologischen Grabungen in Dülmen zurück.

Nachdem die Versammlung der verstorbenen Mitglieder des vergangenen Jahres gedachte, fasste Erik Potthoff das zurückliegende Vereinsjahr mit allen durchgeführten Aktivitäten zusammen. Dazu gehörte neben den Frühjahrs‑ und Herbstexkursionen, Pättkesfahrten und Treffen der unterschiedlichen Fachgruppen auch ein musikalisch-literarischer Abend mit sagenhaften Geschichten aus Dülmen sowie für die Jugendlichen eine gemeinsame Fahrt zur Zeche Hannover in Bochum.

Über die große Zahl von 312 Kinobesuchern anlässlich der Vorführung des Schwarz-weiß-Films „Westfalenlied“ von 1954 im Cinema Dülmen wunderte sich Potthoff zum wiederholten Male, wie er zugeben musste.

Im Kassenbericht, den Karola Duffner vorstellte, fanden sich dann auch die Einnahmen und Ausgaben der durchgeführten Vereinsangebote im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder. Carina Trippens und Heinz Meiners prüften die Vereinskasse und bescheinigten der Kassenführung sowie dem Vorstand die Ordnungsmäßigkeit und Vollständigkeit der Jahresrechnung.

Auf Antrag erteilten die Anwesenden bei Enthaltung des Vorstandes einstimmig Entlastung.

Turnusmäßig endete das Amt der Kassenprüferin Carina Trippens nach zwei Jahren und wurde nach einstimmiger Wahl von Thomas Reinert übernommen.

Im laufenden Vereinsjahr 2016 beschäftigt sich eine kleine Arbeitsgruppe mit der Auswahl und Kennzeichnung ausgewählter Orte und Gebäude in Dülmens Innenstadt. Diese sollen eine digital lesbare Signatur, einen so genannten QR-Code erhalten, der auf einer quadratischen Grundfläche einem zufälligen Muster aus kleinen schwarzen und weißen Kästchen gleicht.

Mit der eingebauten Smartphone-Kamera können dann diese Kennzeichnungen gelesen werden, so dass auf dem Handybildschirm hinterlegte Filme oder Bild‑/Sprachdateien mit Informationen über die Objekte angezeigt werden.

Für diese Form eines modernen Stadtrundgangs soll die Spende von WestLotto verwendet werden.

Nach erfolgreich absolvierter Vereinsregularien standen die Ergebnisse des Dülmener Bodenarchivs im Vordergrund, die derzeit von Dr. Gerard Jentgens und Dr. Regina Machhaus an unterschiedlichen Stellen der Dülmener Innenstadt gehoben werden.

Und Dr. Jentgens enttäuschte sein Dülmener Publikum zu keiner Zeit. Unter der Überschrift, wem die Glocke schlägt, spannte er seinen Vortragsbogen der archäologischen Ausgrabungen aus jüngster Zeit räumlich zwischen dem Kapellenweg, der Münsterstraße, dem Bült bis hin zum Lorenkenturm.

Thematisch standen die vielen einzigartigen Funde, allen voran die Glockengussgrube aus der Zeit um 775 im Mittelpunkt seines detaillierten und reich bebilderten Vortrags.

Nach Dr. Jentgens Worten „hätte doch bereits das Motiv im Mosaikpflaster eines der Zugangswege zur Viktorkirche darauf hingewiesen, was man hier in Dülmen tief unter der Erde finden wird.“

Ebenso wird der Fund einer aus Tierknochen geschnitzten Taschensonnenuhr in Verbindung mit der Werkstatt eines Knochenschnitzers aus dem 15. Jahrhundert immer mit dem Namen Dülmen verbunden sein, da es Vergleichbares in Deutschland noch nicht gegeben hat.

Zum Abschluss seines Vortrags gab es für alle noch den Hörgenuss einer karolingischen Glocke aus dem Museum in Gescher.

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